Kitten: Schon gewusst?

Frühlingszeit ist Kittenzeit. Gerade in diesem Monat bekommen viele freilaufende unkastrierte Katzen ihre Kitten. Tierrettung, Tierheime, Tierschutzorgas und Pflegestellen haben alle Hände voll zu tun, der Flut von Babykatzen Herr zu werden und diese Aufgabe zu bewältigen. Nachdem Mutter und Kitten zur Ruhe kommen konnten, medizinisch versorgt und hochgepäppelt wurden, gilt es für die Kitten und die Mutter ein neues Zuhause zu suchen. In manchen Fällen wird die Mutterkatze lediglich kastriert und wieder an die Futterstelle zurückgesetzt. Bei der Vermittlung von Kitten gilt es einiges zu beachten. Ist die Anschaffung wohlüberlegt (finanziell/räumlich/zeitlich/Aufwand)? Sind alle Familienmitglieder einverstanden? Wurde die Wohnung/das Haus kittensicher gemacht? Ein Aspekt stellt sich allzu oft als schwer kommunizierbar heraus: Kitten werden nur mind. zu Zweit oder zu einer weiteren Jungkatze vermittelt. Warum wird im fachkundigen Vermittlungskontext so gehandelt? Entgegen landläufiger Meinung, sind Katzen keine Einzelgänger. Lediglich in der Fortpflanzungszeit oder bei der territorialen Abgrenzung kommt es zu lautstarken Auseinandersetzungen. Kitten wachsen im engen Körperkontakt und lebhafter Kommunikation mit ihren Wurfgeschwistern auf. Im Alter von etwa 8 – 12 Wochen findet die Abnabelung von der Mutterkatze statt. Umso wichtiger wird nun das soziale Zusammensein mit Artgenossen. Gemeinsames Toben, Jagdspiele, Schlafen und gegenseitiges Putzen stärken die gesunde Entwicklung und fördern das Wohlbefinden ungemein. Wer einmal erleben durfte wie zwei oder mehr Kitten miteinander leben, gemeinsam die Welt entdecken und groß werden, der konnte sehen wie glücklich und zufrieden diese sind und wieviel Freude es macht dabei zuzusehen. Dürfen Katzen auf diese Weise aufwachsen, so genießen sie auch im Erwachsenenalter das Zusammensein mit Artgenossen. Weiß man um diese Tatsache, erscheint einem die Einzelhaltung einer im Haus gehaltenen Katze als sehr unpassend, die eines Kitten mehr als traurig.